Missionsverkauf 9. Oktober

Liebe Missionsfreunde,

im Frühjahr haben wir den Missionsverkauf auf den 9. Okober 2021 verschoben, in der
Hoffnung, dass wir ihn durchführen können.

Jetzt müssen wir feststellen, dass die Corona-Regeln eine Versteigerung der Waren am Abend
nicht zulassen. Wir könnten diese Veranstaltung in einem sehr kleinen Rahmen durchführen,
es wäre aber nicht annähernd der Missionsverkauf, wie wir ihn kennen.

Aus diesem Grund haben wir uns für folgende Lösung entschieden:
Nachmittags zwischen 13.30 Uhr und 16.00 Uhr gibt es Kuchen zum Mitnehmen. Auf das
Abendessen muss auch niemand verzichten, hier bieten wir ab 17.30 Uhr (bis 19.00 Uhr)
verschiedene, warme Gerichte an, die zum Abholen bereitstehen. Für die Vorbereitungen des
Küchenteams ist es notwendig, dass das Essen vorbestellt wird. Dafür steht ein „Online
Bestellsystem“ zur Verfügung.

https://missionsverkauf.augusten2.de

Natürlich könnt Ihr alternativ Eure Bestellung auch bei Sr. Hanna Fiedler telefonisch (62252)
oder persönlich aufgeben.

Wenn wir dieses Jahr auch kein „Missionsgeld“ durch die Versteigerung einsammeln können,
möchten wir trotzdem unsere Verbundenheit mit der weltweiten Mission zeigen und finanziell
unterstützen. Deshalb ermuntern wir Euch, anstatt der Versteigerung und dem Kauf der
Waren, einen Geldbetrag zu spenden,
unter der Bankverbindung:

IBAN: DE60 6006 9517 0000 7770 05
BIC GENODES1SCA
mit dem Verwendungszweck:
Missionsspende

Bitte im Verwendungszweck ggf. auch Name und Anschrift vermerken, wenn eine
Spendenbescheinigung ausgestellt werden soll.

Den Erlös und die Spenden verteilen wir, wie in den Vorjahren, an unsere befreundeten
Missionswerke.

Mit dieser Lösung hoffen wir, dass wir die Missionswerke, die uns doch sehr am Herzen
liegen, unterstützen können.

Den Missionsverkauf ausfallen lassen, war für uns als Vorstand keine Option. Deshalb bitten
wir euch in diesem Jahr diese Form des Missionsverkaufes zu unterstützen:

MISSONSSPENDE

Kompass 26. September 10:45

herzliche Einladung zum Kompass am nächsten Sonntag um 10.45 Uhr, mit Kinderprogramm.

Reich sein und ohne Sorgen leben. Ein Leben, das sich manch einer wünscht. Wie denkt Jesus darüber? Klaus Göttler, Generalsekretär des Deutschen EC-Verbandes, wird unser Gast sein und uns in das Thema „Reich” mit hineinnehmen.

Es ist im oberen Saal gestuhlt und es wird eine Übertragung auf den Parkplatz geben. Der Live-Stream ist zu finden unter: https://www.lkg-sielmingen.de

Kreuzweg in der Karwoche bis Ostermontag

Um unsere Martinskirche herum wird von Dienstag, 7. April bis zum Ostermontag täglich der Kreuzweg von Sieger Köder zu sehen sein. Herzliche Einladung, sich mit dem Geschehen der Osterzeit einmal auf eine andere Art zu beschäftigen. Im Anschluss ist Gelegenheit, eine Kerze anzuzünden oder eine Bitte aufzuschreiben. Beides werden wir auf den Altar in der Martinskirche bringen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir dabei in aller Interesse auf den nötigen Abstand achten. Wir zeigen die Bilder mit freundlicher Genehmigung der Pfarrei „St. Nikolaus und St. Josef“ in Bergisch-Gladbach.

7. bis 13. April ▪ 15 bis 17 Uhr ▪ rund um die Martinskirche

PDF KREUZWEG – LKG Sielmingen

KREUZWEG – LKG Sielmingen „Der Herr ist auferstanden“
Einleitung
Dieses Ostern 2020 wird uns sicherlich alle in Erinnerung bleiben. Leider müssen in diesem Jahr alle Veranstaltungen ausfallen und deshalb können wir uns nicht persönlich mit dem Ostergruß begrüßen. Wir grüßen euch auf diesem Weg ganz herzlich mit dem Ostergruß: „Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.“
Lassen wir uns ein, auf einen Weg, der uns vermutlich bekannt ist und uns doch hoffentlich neu erleben lässt, was Ostern für uns heute bedeutet. Wir laden euch ein, diesen Weg alleine oder als Familie zu gehen und über die folgenden Stellen nachzudenken. Nehmt Eure Bibel mit auf den Weg über die Felder, durch den Schwarzwald, oder wo auch immer ihr seid. Ihr könntet Euch auch eine Hörbibel herunterladen und die Kapitel anhören. Wir haben euch die Matthäusstellen abgedruckt – gerne dürft ihr alle Bibelstellen lesen.
Wir beginnen unseren Kreuzweg früher als Traditionelle, auch in Erinnerung an den Ostergarten mit seinen starken Bildern, beim Einzug in Jerusalem. Zum Einstieg laden wir euch ein, zur Ruhe zu kommen. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit, das folgende Lied online anzuhören. Gerne dürft ihr es auch singen oder einfach nur lesen. Lasst den Text auf euch wirken.

Wegpunkt 1: Mutig komm ich vor den Thron
(Tex+Melodie: Rend Collective/Deutsch: Simon Gottschick, Rechte: 2014 Thankyou Music, CCLi: Nummer: 1300911)
Mutig komm ich vor den Thron
Allein durch Gnade steh ich hier, vor deinem Thron, mein Gott, bei Dir. Der mich erlöst hat lädt mich ein, ganz nah an seinem Herz zu sein
Durchbohrte Hände halten mich. Ich darf bei Dir sein ewiglich. Will mich mein Herz erneut verdammt, und Satan flößt mir Zweifel ein,
Hör ich die Stimme meines Herrn, die Furcht muss fliehen denn ich bin sein.
Oh preist den Herrn, der für mich kämpf und meine Seele ewig schützt.
Ref.: Mutig komm ich vor den Thron, freigesprochen durch den Sohn. Dein Blut macht mich rein, Du nennst mich ganz Dein, In Deinen Armen darf ich sein.
Seht doch wie herrlich Jesus ist, der alle Schönheit übertrifft. Die Liebe in Person ist hier, gerecht und treu steht er zu mir.
All unser Lob reicht niemals aus, ihn so zu ehrn, wie’s ihm gebührt.
Ref.: Mutig komm ich vor den Thron, freigesprochen durch den Sohn. Dein Blut macht mich rein, Du nennst mich ganz Dein, In Deinen Armen darf ich sein.
Das ist der Grund, warum wir feiern: Wir sind befreit, er trug da Urteil. O preist den Herrn, preist den Herrn! Er hat für meine Schuld bezahlt.
Das ist der Grund, warum wir feiern: Wir sind befreit, er trug da Urteil. O preist den Herrn, preist den Herrn! Er hat für meine Schuld bezahlt.
Ref.: Mutig komm ich vor den Thron, freigesprochen durch den Sohn. Dein Blut macht mich rein, Du nennst mich ganz Dein, In Deinen Armen darf ich sein.

Nimm ein paar Minuten Zeit, mit Jesus zu sprechen.

Wegpunkt 2: Jesus Einzug in Jerusalem
Bibeltext Mt. 21,1-11 nach HFA:
1 Jesus war mit seinen Jüngern inzwischen in die Nähe von Jerusalem gekommen. Kurz bevor sie Betfage am Ölberg erreichten, schickte Jesus zwei Jünger 2 mit dem Auftrag voraus: »Geht in das Dorf da vorne! Gleich am Ortseingang werdet ihr eine Eselin mit ihrem Fohlen finden, die dort angebunden sind. Bindet sie los und bringt sie zu mir. 3 Sollte euch jemand fragen, was ihr da tut, dann antwortet: ›Der Herr braucht sie.‹ Man wird sie euch dann ohne Weiteres mitgeben.« 4 Damit sollte sich erfüllen, was Gott durch seinen Propheten angekündigt hatte: 5 »Sagt den Menschen auf dem Berg Zion: ›Euer König kommt zu euch. Und doch kommt er nicht stolz daher, sondern reitet auf einem Esel, ja, auf dem Fohlen einer Eselin.‹« 6 Die beiden Jünger gingen los und führten aus, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. 7 Sie brachten die Tiere zu ihm, legten ihre Mäntel über sie, und Jesus setzte sich darauf. 8 Viele Leute breiteten ihre Kleider als Teppich vor ihm aus, andere rissen Zweige von den Bäumen und legten sie auf den Weg. 9 Vor und hinter ihm drängten sich die Menschen und riefen: »Gelobt sei der Sohn Davids, ja, gepriesen sei, der im Auftrag des Herrn kommt! Gelobt sei Gott hoch im Himmel!« 10 Als er so in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in helle Aufregung. »Wer ist dieser Mann?«, fragten die Leute. 11 »Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa«, riefen die Menschen, die ihn begleiteten.
Parallelstellen: Mk.11, 1-11; LK 19, 28-40; Joh. 12, 12-19

Kurzer Impuls:
Jesus wird gefeiert als Messias. Manche sehen ihn als den König, auch als den Retter, der im AT angekündigt wurde. Es ist Hochstimmung in Jerusalem, das Passahfest steht vor der Tür und es liegt was in der Luft, das nach Befreiung riecht. Die Menschen freuen sich und sind fröhlich. Sie feiern Jesus, als er in die Stadt kommt, reitend auf einem Esel.
In der nachfolgenden Zeit (Mt. 21-25/Lk. 20-23) redet Jesus viel in Bildern und weist seine Jünger auf das Kommende hin. Er bereitet Sie vor, auch wenn diese nicht alles verstehen.

Etwas für DICH:
Wo freust Du Dich über oder an Jesus?
Welches Bild fällt Dir ein, das Jesus einmal gebrauchte?

Wegpunkt 3: Abendmahl
Bibeltext Mt. 26, 17-35 nach HFA:
17 Am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote kamen die Jünger zu Jesus und fragten: »Wo sollen wir für dich das Passahmahl vorbereiten?« 18 Jesus schickte sie zu einem bestimmten Mann in die Stadt und gab ihnen den Auftrag: »Geht zu ihm hin und teilt ihm mit, dass die Zeit für euren Lehrer gekommen ist. Sagt ihm, dass ich in seinem Haus mit meinen Jüngern das Passahmahl feiern will.« 19 Die Jünger taten, was Jesus ihnen befohlen hatte, und bereiteten alles vor. 20 Am Abend dieses Tages nahm Jesus mit den zwölf Jüngern am Tisch Platz. 21 Beim Essen erklärte er ihnen: »Ich versichere euch: Einer von euch wird mich verraten!« 22 Bestürzt fragte einer nach dem andern: »Du meinst doch nicht etwa mich, Herr?« 23 Jesus antwortete: »Einer von euch, der mit mir zusammen sein Brot in die Schüssel getaucht hat, ist es. 24 Der Menschensohn muss zwar sein Leben lassen, wie es in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist; aber wehe dem, der ihn verrät! Dieser Mensch wäre besser nie geboren worden.« 25 Judas, der ihn später verraten würde, fragte wie die anderen auch: »Rabbi, ich bin es doch nicht etwa?« Da antwortete ihm Jesus: »Doch, du bist es!« 26 Während sie aßen, nahm Jesus ein Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot in Stücke und gab es seinen Jüngern mit den Worten: »Nehmt und esst! Das ist mein Leib.« 27 Anschließend nahm er einen Becher Wein, dankte Gott und reichte ihn seinen Jüngern: »Trinkt alle daraus! 28 Das ist mein Blut, mit dem der neue Bund zwischen Gott und den Menschen besiegelt wird. Es wird zur Vergebung ihrer Sünden vergossen. 29 Ich sage euch: Von jetzt an werde ich keinen Wein mehr trinken, bis ich ihn wieder im Reich meines Vaters mit euch trinken werde.« 30 Nachdem sie das Danklied gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.
Parallelstellen: Mk. 14,12-31; Lk. 22, 7-23

Kurzer Impuls:
Passahfest – das Freudenfest der Juden zum Auszug aus der Sklaverei, aber ich kann mir vorstellen, dass im Kreis der Jünger eine bedrückte Stimmung war. Sie hatten viel Zukünftiges gehört von der Treue, von Arbeitern und ihrem Lohn und auch von Schmerzen, die Jesus bald spüren wird.
Und dann folgt dieses Abendmahl, in dem Jesus das Traditionsmahl umwandelt in etwas neues, was noch nie Dagewesenes. Er spricht von einem neuen Bund, der auch für uns heute noch gilt. Anschließend gingen sie nach Gethsemane. Überlege doch die nächsten Fragen für Dich durch auf dem Weg dahin.

Etwas für DICH:
Wie geht es Dir damit, wenn Du Dir vorstellst, dass dies der letzte gemeinsame Tag mit Deinem besten Freund/in wäre? Was würdest Du nochmals gemeinsam unternehmen?
Was steht noch zwischen Dir und Jesus?

Wegpunkt 4: Gethsemane
Bibeltext Mt. 26, 36-46 nach HFA:
36 Dann ging Jesus mit seinen Jüngern in einen Garten am Ölberg, der Gethsemane heißt. Dort bat er sie: »Setzt euch hier hin und wartet auf mich! Ich will ein Stück weiter gehen und beten.« 37 Petrus und die beiden Söhne von Zebedäus – Jakobus und Johannes – nahm er mit. Angst und tiefe Traurigkeit überfielen Jesus, 38 und er sagte zu ihnen: »Ich zerbreche beinahe unter der Last, die ich zu tragen habe. Bleibt hier und wacht mit mir!« 39 Jesus ging ein paar Schritte weiter, warf sich nieder und betete: »Mein Vater, wenn es möglich ist, dann lass den Kelch an mir vorübergehen und erspare mir dieses Leiden! Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.« 40 Dann kam er zu den drei Jüngern zurück und sah, dass sie eingeschlafen waren. Er weckte Petrus und rief: »Konntet ihr denn nicht eine einzige Stunde mit mir wachen? 41 Bleibt wach und betet, damit ihr der Versuchung widerstehen könnt. Ich weiß, ihr wollt das Beste, aber aus eigener Kraft könnt ihr es nicht erreichen.« 42 Noch einmal ging er ein Stück weg, um zu beten: »Mein Vater, wenn mir dieser bittere Kelch nicht erspart bleiben kann, bin ich bereit, deinen Willen zu erfüllen!« 43 Als er zurückkam, schliefen die Jünger schon wieder; die Augen waren ihnen zugefallen. 44 Er ließ sie schlafen, kehrte wieder um und betete zum dritten Mal mit den gleichen Worten. 45 Dann kam er zu seinen Jüngern zurück und sagte: »Ihr schlaft immer noch und ruht euch aus? Jetzt ist es so weit, die Stunde ist gekommen: Der Menschensohn wird den gottlosen Menschen ausgeliefert. 46 Steht auf, lasst uns gehen! Der Verräter ist schon da.«
Parallelstellen: Mk. 14, 32-42; Lk. 22, 39-46; Joh. 17

Kurzer Impuls:
Jesus pur, Jesus ganz persönlich, einerseits mit all seiner Hilflosigkeit und andererseits mit einer Willensstärke, den Weg zu gehen, der für ihn vorgesehen ist.
Er kämpft mit dieser Wegweisung, es fällt ihm nicht leicht und zeigt hier sein ganzes Menschsein. Es ist uns eine Hilfe zu lesen, wie Jesus mit dieser Situation umgeht. ER nimmt sich Zeit, um Gott im Gebet zu begegnen und sich seinem Willen unterzuordnen.
Die Jünger können ihm in dieser Situation nicht mehr helfen.

Etwas für DICH:
Gebet ist gerade in unserer Lage etwas sehr Wichtiges und Wertvolles. Rede mit Gott, was Dir gerade auf dem Herzen liegt. Freude, Angst, Ungewissheit?
Für wen kannst Du heute – und die nächsten Tage – beten?
Wenn Du es selbst nicht schaffst, überlege Dir wem Du schreiben oder wen Du anrufen kannst, damit er für Dich betet!

Wegpunkt 5: Judas Verrat und Jesu Gefangenahme
Bibeltext Mt. 26, 47-56 nach HFA:
47 Noch während Jesus sprach, kam Judas, einer der zwölf Jünger, zusammen mit einer großen Gruppe von Männern, die mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet waren. Die obersten Priester und die führenden Männer des Volkes hatten sie geschickt. 48 Judas, der Verräter, hatte mit den Bewaffneten ein Zeichen vereinbart: »Der Mann, den ich zur Begrüßung küssen werde, der ist es. Den müsst ihr festnehmen!« 49 Er ging direkt auf Jesus zu. »Sei gegrüßt, Rabbi!«, sagte er und küsste ihn. 50 Jesus sah ihn an: »Mein Freund! Tu, was du dir vorgenommen hast!« Sofort traten die Männer heran, packten Jesus und nahmen ihn fest. 51 Aber einer der Jünger, die bei Jesus waren, wollte das verhindern. Er zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab. 52 Doch Jesus befahl ihm: »Steck dein Schwert weg! Wer Gewalt anwendet, wird durch Gewalt umkommen. 53 Ist dir denn nicht klar, dass ich meinen Vater um ein ganzes Heer von Engeln bitten könnte? Er würde sie mir sofort schicken. 54 Wie sollte sich aber dann erfüllen, was in der Heiligen Schrift vorausgesagt ist? Es muss alles so geschehen!« 55 Danach wandte sich Jesus an die Männer, die ihn festgenommen hatten: »Bin ich denn ein Verbrecher, dass ihr euch mit Schwertern und Knüppeln bewaffnet habt, um mich zu verhaften? Jeden Tag habe ich öffentlich im Tempel gelehrt. Warum habt ihr mich nicht dort festgenommen? 56 Aber auch dies geschieht, damit sich die Vorhersagen der Propheten erfüllen.« Da ließen ihn alle seine Jünger im Stich und ergriffen die Flucht.
Parallelstellen: Mk. 14, 43-52; Lk. 22, 47-54; Joh. 18, 1-11

Kurzer Impuls:
Jesus wird von seinem Freund Judas verraten und von den Soldaten festgenommen. Einer der Jünger, es war Petrus (vgl. Johannes) zeigt vollen Einsatz. Er will Jesus beschützen. Doch Petrus hat das Ziel nicht im Blick: Jesus muss am Kreuz sterben, damit wir in Freiheit leben können.
Den richtigen Blick haben. Wie ist das bei uns? Wir helfen in der Gemeinde mit, leiten Kreise oder investieren uns auf irgendeine andere Art und Weise in das Reich Gottes. Doch haben wir immer den richtigen Blick, die richtige Motivation? Es geht doch darum, dass Menschen Jesus kennenlernen und Gottes Reich hier auf Erden immer größer wird. Es kann schnell passieren, dass wir mit großem Einsatz Ideen umsetzen wollen, aber dabei eigentlich in die falsche Richtung laufen. In solchen Fällen ist es gut, Jesus zu haben, der einen korrigiert und der auch mal sagt: „Halt, das bringt so nichts.“ Petrus hat sich korrigieren lassen, er hat sein Schwert zurückgenommen und den Soldaten nichts mehr angetan.
Gerade in der Gemeindearbeit braucht es Menschen, die mit ganzem Herzen dabei sind und vollen Einsatz geben. Dabei ist es so wichtig, sich immer wieder neu das Ziel vor Augen zu führen und seine Mitarbeit zu reflektieren.

Etwas für DICH:
Nutze heute die Zeit über unsere Kreise im Allgemeinen, aber auch über deine persönliche Mitarbeit nachzudenken. Hierzu ein paar Fragen, die helfen können:
• Was ist Motivation für meinen Einsatz?
• Wo gebe ich vielleicht vollen Einsatz aber komme nicht ans Ziel? Was könnten Gründe hierfür sein?
• Wo ist es an der Zeit etwas zu verändern?

Sei mit Gott darüber im Austausch und gebe ihm die Chance, Dich korrigieren und leiten zu lassen.

Wegpunkt 6: Jesus wird verurteilt
Bibeltext Mt. 27, 1-30 nach HFA:
Am frühen Morgen fassten die obersten Priester und die führenden Männer des Volkes gemeinsam den Beschluss, Jesus hinrichten zu lassen. 2 Sie ließen ihn gefesselt abführen und übergaben ihn Pilatus, dem römischen Statthalter. 3 Als Judas, der Verräter, sah, dass Jesus zum Tode verurteilt werden sollte, tat es ihm leid, was er getan hatte. Er brachte den obersten Priestern und den führenden Männern des Volkes die 30 Silbermünzen zurück. 4 »Ich habe Unrecht getan und einen Unschuldigen verraten!«, bekannte er. »Was geht uns das an?«, gaben sie ihm zur Antwort. »Das ist deine Sache!« 5 Da nahm Judas das Geld und warf es in den Tempel. Dann lief er fort und erhängte sich. 6 Die obersten Priester nahmen die Münzen an sich, waren aber der Meinung: »Dieses Geld dürfen wir nicht in den Tempelschatz legen, weil Blut daran klebt!« 7 Nachdem sie die Sache besprochen hatten, beschlossen sie, mit dem Geld eine Tongrube zu kaufen und einen Friedhof für die Fremden daraus zu machen. 8 Noch heute heißt dieser Friedhof deshalb »Blutacker«. 9 Auf diese Weise erfüllte sich, was Gott durch den Propheten Jeremia gesagt hatte: »Sie nahmen die 30 Silberstücke – so viel war er dem Volk Israel wert – 10 und kauften das Land von den Töpfern, wie der Herr es mir befohlen hatte.« 11 Jesus wurde dem römischen Statthalter Pilatus vorgeführt. Der fragte ihn: »Bist du der König der Juden?« Jesus antwortete: »Ja, du sagst es!« 12 Als nun die obersten Priester und die führenden Männer des Volkes ihre Anklagen gegen ihn vorbrachten, schwieg Jesus. 13 »Hörst du denn nicht, was sie dir alles vorwerfen?«, fragte Pilatus. 14 Aber Jesus erwiderte kein Wort. Darüber wunderte sich Pilatus sehr. 15 Der Statthalter begnadigte jedes Jahr zum Passahfest einen Gefangenen, den sich das Volk selbst auswählen durfte. 16 In diesem Jahr saß ein berüchtigter Verbrecher im Gefängnis. Er hieß Barabbas. 17 Als sich nun die Menschenmenge vor dem Haus von Pilatus versammelt hatte, fragte er sie: »Wen soll ich diesmal begnadigen? Barabbas oder Jesus, den manche für den Christus halten?« 18 Denn Pilatus wusste genau, dass das Verfahren gegen Jesus nur aus Neid angezettelt worden war. 19 Während Pilatus die Gerichtsverhandlung leitete, ließ ihm seine Frau eine Nachricht zukommen: »Unternimm nichts gegen diesen Mann. Er ist unschuldig! Ich habe seinetwegen in der letzten Nacht einen furchtbaren Traum gehabt.« 20 Inzwischen aber hatten die obersten Priester und die führenden Männer des Volkes die Menge aufgewiegelt. Sie sollten von Pilatus verlangen, Barabbas zu begnadigen und Jesus umzubringen. 21 Als der Statthalter nun seine Frage wiederholte: »Wen von den beiden soll ich freilassen?«, schrie die Menge: »Barabbas!« 22 »Und was soll mit Jesus geschehen, dem angeblichen Christus?« Da riefen sie alle: »Ans Kreuz mit ihm!« 23 »Was für ein Verbrechen hat er denn begangen?«, fragte Pilatus. Doch die Menge schrie immer lauter: »Ans Kreuz mit ihm!« 24 Als Pilatus sah, dass er so nichts erreichte und der Tumult nur immer größer wurde, ließ er eine Schüssel mit Wasser bringen. Für alle sichtbar wusch er sich die Hände und sagte: »Ich bin nicht schuld daran, wenn das Blut dieses Menschen vergossen wird. Die Verantwortung dafür tragt ihr!« 25 Die Menge erwiderte: »Ja, wir und unsere Kinder, wir tragen die Folgen!« 26 Da gab Pilatus ihnen Barabbas frei. Jesus ließ er auspeitschen und zur Kreuzigung abführen. 27 Die Soldaten brachten Jesus in den Hof des Statthalterpalastes und riefen die ganze Truppe zusammen. 28 Dann zogen sie ihm die Kleider aus und hängten ihm einen scharlachroten Mantel um. 29 Aus Dornenzweigen flochten sie eine Krone und drückten sie ihm auf den Kopf. Sie gaben ihm einen Stock in die rechte Hand, knieten vor ihm nieder und riefen höhnisch: »Es lebe der König der Juden!« 30 Sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder aus der Hand und schlugen ihm damit auf den Kopf.
Parallelstellen: Mk. 15, 1-20; Lk.23, 1-25; Joh. 18, 28-19, 16

Kurzer Impuls:
Jesus wird verurteilt. Wenden wir unseren Blick auf eine Person: Barabbas. Barabbas ist der erste Mensch, für den gilt: Jesus starb an deiner Stelle am Kreuz. Er hätte wohl mit den anderen beiden Verbrechern hingerichtet werden sollen. Vielleicht waren es sogar seine Verbündeten. Aber er wird nicht an das Kreuz genagelt. Er ist frei! Jesus wird verurteilt und gekreuzigt. Jesus, von dem Pilatus sagt, dass er an Jesus keine Schuld findet – die Schuld von Barabbas hingegen ist erwiesen. Das kann doch nicht sein, oder? Aber genau das ist die Botschaft des Evangeliums! Das glauben wir. Das ist am Kreuz passiert. Nicht nur für Barabbas – sondern für alle Menschen. Jesus stirbt an dem Kreuz für Menschen, die schuldig sind. „Jesus bezahlte für euch mit dem kostbaren Blut von Jesus Christus, der rein und ohne Sünde zum Opferlamm Gottes wurde.“ (1.Petrus 1,19)
Übrigens: „Bar abbas“ ist hebräisch und heißt übersetzt „Sohn des Vaters“. Wenn Du Jesus, der am Kreuz für Dich starb, in Dein Leben aufgenommen hast, dann gilt das auch für Dich – Du bist Kind des himmlischen Vaters, ein Königskind.

Etwas für DICH:
Lies Jesaja 53,1-7. Setze über alle wo „wir“ und „uns“ steht deinen eigenen Namen und „meine“ ein. Jesus starb auch für ich an diesem Kreuz. Darum bist Du frei!
Gebet: Danke Jesus, dass Du meine Schuld auf Dich genommen hast!

Wegpunkt 7: Jesu Kreuzigung
Bibeltext Mt. 27, 31ff nach HFA:
31 Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, zogen sie ihm den roten Mantel aus und legten ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus ab zur Kreuzigung. 32 Auf dem Weg zur Hinrichtungsstätte begegnete ihnen ein Mann aus Kyrene, der Simon hieß. Ihn zwangen sie, das Kreuz zu tragen, an das Jesus gehängt werden sollte. 33 So zogen sie aus der Stadt hinaus nach Golgatha, was »Schädelstätte« heißt. 34 Dort gaben die Soldaten Jesus Wein, der mit einem bitteren Zusatz vermischt war. Als Jesus ihn probiert hatte, wollte er nichts davon trinken. 35 Dann nagelten sie ihn an das Kreuz. Seine Kleider teilten sie unter sich auf und warfen das Los darum. 36 Sie setzten sich neben das Kreuz und bewachten Jesus. 37 Über seinem Kopf brachten sie ein Schild an, auf dem stand, weshalb man ihn verurteilt hatte: »Das ist Jesus, der König der Juden!« 38 Mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt, der eine rechts, der andere links von ihm. 39 Die Leute, die am Kreuz vorübergingen, verspotteten ihn und schüttelten verächtlich den Kopf: 40 »Den Tempel wolltest du abreißen und in drei Tagen wieder aufbauen! Dann rette dich doch selber! Komm vom Kreuz herunter, wenn du wirklich der Sohn Gottes bist!« 41 Auch die obersten Priester, die Schriftgelehrten und führenden Männer des Volkes verhöhnten Jesus: 42 »Anderen hat er geholfen, aber sich selbst kann er nicht helfen. Wenn er wirklich der König von Israel ist, soll er doch vom Kreuz heruntersteigen. Dann wollen wir an ihn glauben! 43 Er hat sich doch immer auf Gott verlassen; jetzt wollen wir sehen, ob Gott ihn wirklich liebt und ihm hilft. Schließlich hat er behauptet: ›Ich bin Gottes Sohn.‹« 44 Ebenso beschimpften ihn die beiden Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren. 45 Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden. 46 Gegen drei Uhr schrie Jesus laut: »Eli, Eli, lema sabachtani?« Das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« 47 Einige von den Umstehenden aber meinten: »Der ruft den Propheten Elia.« 48 Einer von ihnen holte schnell einen Schwamm, tauchte ihn in Essigwasser und steckte ihn auf einen Stab, um Jesus davon trinken zu lassen. 49 Aber die anderen sagten: »Lass doch! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihm hilft.« 50 Da schrie Jesus noch einmal laut auf und starb. 51 Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten. Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten. 52 Gräber öffneten sich, und viele Verstorbene, die nach Gottes Willen gelebt hatten, erwachten vom Tod. 53 Nach der Auferstehung von Jesus verließen sie ihre Gräber, gingen in die heilige Stadt Jerusalem hinein und erschienen dort vielen Leuten. 54 Der römische Hauptmann und die Soldaten, die Jesus bewachten, erschraken sehr bei diesem Erdbeben und allem, was sich sonst ereignete. Sie sagten: »Dieser Mann ist wirklich Gottes Sohn gewesen!« 55 Viele Frauen aus Galiläa waren mit Jesus zusammen nach Jerusalem gekommen. Sie hatten für ihn gesorgt, und jetzt beobachteten sie das Geschehen aus der Ferne. 56 Unter ihnen waren Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus und Josef, sowie die Mutter von Jakobus und Johannes, den beiden Söhnen von Zebedäus.
Parallelstellen: Mk. 15, 21-41; Lk. 23, 26-49; Joh. 19, 17-37

Kurzer Impuls:
Von Gott verlassen? Manchmal fühlt es sich tatsächlich danach an. Dann wird plötzlich die Frage laut: Wo bist Du Gott? Wenn eine Pandemie die Welt in Atmen hält – wo ist da Gott? Wenn der Arbeitsplatz plötzlich auf dem Spiel steht oder Kurzarbeit droht – wo ist da Gott? Wenn ein geliebter Mensch stirbt oder schwer erkrankt – wo ist da Gott? Wenn Wünsche und Sehnsüchte unerfüllt bleiben – wo ist da Gott? Die sichtbare Welt, das, was wir erleben, ist so oft ein einziger Widerspruch gegen den gerechten und guten Gott. Wie oft ringen wir deshalb um die Gewissheit der Gemeinschaft mit Gott? Viel zu oft scheint es als hätte Gott uns verlassen.
Doch noch viel öfter bin ich diejenige, die Gott „verlässt“. Immer dann, wenn ich ihm eine Absage erteile und mich selbst auf den Chefsessel meines Lebens setzte. Wenn ich mein Leben selbst in die Hand nehme, statt nach seinem Willen zu leben. Wenn ich mich und meine Mitmenschen nicht so behandle, wie Gott es sich wünscht. Wenn ich … So oft steht meine Schuld wie eine Mauer zwischen mir und Gott.
Doch die Botschaft von Karfreitag ist klar: der Vorhang ist zerrissen, der Weg zu Gott ist frei. Du kannst Dir der Gemeinschaft mit Gott sicher sein, dafür hat Jesus durch seinen Tod gesorgt. Er erlebt in diesem Moment am Kreuz die absolute Gottverlassenheit, eben damit Du sie nicht erleben musst. Dort am Kreuz nimmt er alles auf sich, was uns von Gott trennt und deshalb dürfen wir im Glauben gewiss sein,
„dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, 39 weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.“ (Römer 8,38-39 LUT)
Egal was um uns herum geschieht und egal wie weit wir uns von Gott entfernen, das dürfen wir im Glauben festhalten! Dafür hat Jesus gesorgt.

Etwas für DICH:
Wo fühlst Du Dich gerade von Gott verlassen? Was lässt Dich an seiner Nähe und Zuwendung zweifeln? Wo hast Du Gott „verlassen“, Dich von ihm entfernt? Wo steht deine Schuld wie eine Mauer zwischen euch?
Lass Jesus alles ausräumen, was zwischen euch steht.

Wegpunkt 8: Grablegung
Bibeltext Mt. 27, 57-61 nach HFA:
57 Am Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa. Er hieß Josef und war ein Jünger von Jesus. 58 Er ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam von Jesus. Pilatus befahl, diese Bitte zu erfüllen. 59 Josef nahm den Toten, wickelte ihn in ein neues Leinentuch 60 und legte ihn in eine unbenutzte Grabkammer, die er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Dann wälzte er einen großen Stein vor den Eingang des Grabes. 61 Maria aus Magdala und die andere Maria blieben gegenüber vom Grab sitzen.
Parallelstellen: Mk. 15, 42-47; Lk. 23, 50-56; Joh. 19, 38-42

Kurzer Impuls:
Nachdem Jesus gestorben ist, muss es schnell gehen. Mit Sonnenuntergang beginnt der Sabbat – und man darf nicht mehr arbeiten. Deshalb geht Josef aus Arimathäa schnell zu Pilatus und bittet um den Leichnam. Der tote Körper von Jesus soll nicht in einem Massengrab landen, sondern einen würdigen Ort bekommen.
Ob von den Jüngern jemand dabei ist und mithilft, wird nicht erwähnt. Johannes war unter dem Kreuz dabei und vielleicht war er auch bei der Grablegung beteiligt. Einige Frauen helfen mit und sind namentlich erwähnt.
Auch die Hohenpriester und Pharisäer haben es eilig. Sie bitten Pilatus das Grab bewachen zu lassen. Denn dieser Jesus hat doch von seiner Auferstehung gesprochen. Wirklich passieren wird das nicht. Aber wenn die Jünger den Leichnam stehlen, könnten sie dieses Gerücht verbreiten „Er ist auferstanden“. Damit würde das Volk noch mehr in die Irre geführt!
Es ist bedrückend und schwer, dass die Feinde von Jesus sich an die Auferstehungsbotschaft erinnern und entsprechend handeln – und die eigenen Anhänger und Freunde nicht. Sie sind damit beschäftigt, sich um den toten Jesus zu kümmern. Ein Grab muss her. Feiner Leinenstoff wird gekauft, in den der Leichnam gewickelt wird. Im Johannesevangelium wird berichtet, dass Nikodemus auch noch eine Mischung aus Myrrhe und Aloe bringt, um den Körper damit einzubalsamieren. Sie tun sehr viel in kurzer Zeit – aber an die Verheißung der Auferstehung denken sie nicht. Damit rechnen sie nicht. Der Aufwand ist zwar verständlich – aber doch auch fragwürdig. Jesus wird doch auferstehen! Das hat er doch vorhergesagt!

Etwas für DICH:
Voller Einsatz für einen toten Jesus. Ist das nicht auch heute oft so? Wir leben als Christen manchmal als praktische Atheisten. Wir wissen theoretisch, dass Gott immer bei uns ist. Aber praktisch tun wir Dinge, ohne ihn mit einzubeziehen. Auch in der Arbeit für ihn. Wir tun etwas für ihn – aber nicht mit ihm.
Wie könntest Du deinen Alltag und deinen Dienst für Jesus neu oder mehr mit ihm leben? Er ist da – jede Sekunde in deinem Leben. Was heißt das heute?

Wegpunkt 9: Auferstehung
Bibeltext Mt. 28, 1-10 nach HFA:
1 Als der Sabbat vorüber war, gingen Maria aus Magdala und die andere Maria frühmorgens hinaus an das Grab. Es war Sonntag, der erste Tag der neuen Woche, und der Morgen begann gerade erst zu dämmern. 2 Plötzlich fing die Erde an zu beben. Ein Engel des Herrn war vom Himmel herabgekommen, hatte den Stein vor dem Grab beiseite gewälzt und sich daraufgesetzt. 3 Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. 4 Die Wachposten stürzten vor Schreck zu Boden und blieben wie tot liegen. 5 Der Engel wandte sich an die Frauen: »Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat! Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7 Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er wird euch nach Galiläa vorausgehen, und dort werdet ihr ihn sehen. Diese Botschaft soll ich euch ausrichten.« 8 Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten. 9 Sie waren noch nicht weit gekommen, als Jesus plötzlich vor ihnen stand. »Seid gegrüßt!«, sagte er. Da fielen sie vor ihm nieder und umklammerten seine Füße. 10 Jesus beruhigte sie: »Fürchtet euch nicht! Geht, sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa kommen! Dort werden sie mich sehen.«
Parallelstellen: Mk. 16, 1-12; Lk. 24, 1-12; Joh. 20

Kurzer Impuls:
Als Impuls möchten wir euch die Geschichte „der Ostergruß“ aus dem Buch von Axel Kühner „Zuversicht für jeden Tag“ (Aussaat Verlag, ISBN 3-7615-5083-9, Seite 80-81, Autor ist namentlich nicht bekannt) weitergeben:
„Ich bin Landwirt. Meine Frau ist in Russland geboren. Seit vielen Jahren bewohnen wir unseren eigenen Hof in Yorkshire, England. Damals suchten wir eine Haushaltshilfe, und meine Frau äußerte den Wunsch, eine russische Emigrantin einzustellen.
Drei Wochen vor Ostern trat ein junges Mädchen bei uns ihre Stellung an, ungefähr sechzehnjährig und stets mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. Wie wohltuend war ihr frische Art, weil damals in unserer Familie, besonders zwischen uns Eheleuten, nicht eitel Friede herrschte.
Am Ostermorgen hatten wir einen heftigen Streit. Ein böses Wort gab das andere, bis ich schließlich sogar Mühe hatte, mich äußerlich zu beherrschen. Ich hatte Lust, alles kurz und klein zu schlagen. So saß ich denn am Frühstückstisch mit geballten Fäusten. Als es an der Tür klopfte, sprang ich auf. Aber herein trat das Mädchen mit dem Tablett, und mit sanftem Lächeln sagte es: „Kristos voskres!“
Der Gegensatz war unbeschreiblich. Da waren wir beide, meine Frau und ich, mit zornroten Köpfen und Herzen voller Hass, und daneben dieses Mädchen, das Frieden ausstrahlte.
Meine Frau wandte sich um, bedeckte das Gesicht mit den Händen und begann zu weinen. Ich sah diese Tränen, fragte mich überrascht, was hier passiert sei, und sagte: „Was hat das Mädchen gesagt?“ Denn ich verstehe nur wenig Russisch.
Meine Frau blickte auf – ich werde das nie vergessen. Als ich sie ansah, las ich in ihrem Blick etwas von der Liebe, die sie mir vor Jahren entgegengebracht hatte. Ganze einfach sagte sie: „Christus ist auferstanden. Das hat Anna gesagt!“ Plötzlich verstand ich den Zusammenhang. Es war ja Ostern, und an Ostern grüßte man sich in Russland mit den Worten: „Christus ist auferstanden“.
Was für traurige Erinnerungen musste dieser Gruß in meiner Frau geweckt haben. Ich erkannte, dass sie sich im Geist zurückversetzte in längst vergangene Zeiten. Wortlos trat sie zu mir, legte die Hände auf meine Schulter und sagte: „Es tut mir Leid, mein Lieber, bitte verzeih mir, wenn du kannst.“ „Ich Dir verzeihen? Wir haben Vergebung nötig, auch ich.“
Sie können sich kaum vorstellen, welche Veränderung das in unserem Haus bewirkt hat. Wahrhaftig, Christus war in unserem Herzen auferstanden. Wir schauten auf zu ihm und begannen gemeinsam, ihm zu dienen.
Es würde zu weit führen, wenn ich alles berichten wollte, was seither geschehen ist. Ich weiß nur, dass wir heute zu den glücklichsten Menschen gehören, und das, weil uns jemand im rechten Augenblick an die große, herrliche Botschaft erinnert hat: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!“
„Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.“ (1. Korinther 15,20)

Wir wünschen Euch, dass ihr wie der Landwirt sagen könnt: „Ich weiß nur, dass wir heute zu den glücklichsten Menschen gehören, und das, weil uns jemand im rechten Augenblick an die große, herrliche Botschaft erinnert hat: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!“

Zum Abschluss:
Lasst Euch zum Abschluss den Segen Gottes zusprechen:
„Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des Herrn seid:
___________ (setze hier deinen Namen ein), Jesus, dein Heiland lebt! Der Friede des Herrn sei mit Dir.“

Verfasst und Zusammengestellt von Stephan Bayha, Hartmut Schäffer und Wolfgang Koch