Ein Haus zur Ehre Gottes

Am 1. Advent 2014 wurde in der Gemeinschaftsstunde mit einem großen Dank an Gott das 100-jährige Bestehen des Vereinshauses gefeiert. 100 Jahre im Zeitraffer:

 

Vereinshaus

> 1912: Die EC-Jugendarbeit Sielmingen wird gegründet. Seit 1905 hören Kinder und Jugendliche in der heutigen Kantstraße bei Gotthold Staiger Geschichten aus der Bibel.

>Januar 1914: Michael Weinmann stellt ein Grundstück in der Augustenstraße zur Verfügung.

> 6. April 1914: Baubeginn

> Mit Beginn des Ersten Weltkriegs ist der Rohbau fertig.

> März 1917: Das Vereinshaus wird bezogen.

> 15. November 1917: Offizielle Einweihung, Leitspruch: „Dies Haus soll sein allein ein Haus zu Gottes Ehren, ein Grund für Gottes Kinder und ein Ort des Vertrauens, heimzufinden zum Herzen Gottes.“ Abends beginnt eine mehrtägige Evangelisation.

> 10. Februar 1925: Der Missionsverkauf erbringt 650 Mark. Davon wird die Schiffskarte von Lydia Staiger nach China finanziert. Sie ist die erste Missionarin aus Sielmingen.

> 1932: Die Landeskirchliche Gemeinschaft Sielmingen organisiert sich.

> 1937: Gedächtnisfeier der „Koche-Bas“, Stifterin des Vereinsgartens in der Hausäckerstraße.

> Dezember 1944: Beschlagnahmung des Vereinshauses, Einquartierung von Soldaten. Man trifft sich bei Irma Hertler und Gotthold Staiger.

> Herbst 1945: Gut ein Jahr lang feiern katholische Flüchtlinge ihren Gottesdienst im Vereinshaus.

> 1964: Anonym wird ein Neubau beantragt mit einer Startspende von 100 DM.

> Anfang der 1970er Jahre kann das angrenzende Grundstück, der ehemalige Farrenstall, von der Gemeinde erworben werden.

> Winter 1971/72: Das Geld reicht gerade noch für den Abriss des Farrenstalls. Der erste Bauabschnitt beginnt (im Bild: Rohbau). Ohne Bauunternehmen, fast ausschließlich in Eigenleistung, dank einer enormen Spendenbereitschaft.

> Juli 1973: Letzte Gemeinschaftsstunde im alten, erste im neuen Teil, Beginn des zweiten Bauabschnitts.

> 8. Dezember 1974: Die Einweihung des neuen VH ist geprägt von Dank, Lob und Anbetung Gottes.

>Am 1. Advent 2014 stellt Martin Rörsch, Leiter der EC-Jugendarbeit, fest: „Wir werden beschenkt, wenn wir unser Haus öffnen!“ Hans Doll, Vorstand der Landeskirchlichen Gemeinschaft, meint: „Gott hat bis zum heutigen Tag alles zusammengehalten. Das begeistert mich!“

Werner Forschner